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Die Bedeutung vom Begriff “Du’a“ aus der Sicht der Hadithlehre

Der Imam Ahmad Dahlan (ges.1887, der Mufti der Shafiitischen Rechtsschule in Mekka sagt in Khulasat Al-Kalam fi-Bayan Umara’i Al-Bilad Al-Haram:

Die Wahhabiten sagen, das Rufen und Ansprechen von Gegenständen , Abwesenden und Toten großer Shirk (Shirk Akbar) wäre, durch welchen das Blut und den Besitz als Halal erklärt werden. Dafür haben sie keinen Beweis, sondern die klaren Sahih Hadithe widersprechen ihrer Aussage. Sie haben behauptet, dass das Rufen von Toten, Abwesenden und Gegenständen wäre Du’a und die Du’a ist eine Ibadah, sogar der Kern der Ibadah, so haben sie viele Ayat die über die Mushrikun herabgesandt wurden in Zusammenhang von Monotheisten (Muwahhidun) verwendet und wir haben schon viele Ayat davon erwähnt. Ihre Methode ist nur eine Täuschung und Irrführung der Monotheisten. Denn auch, wenn das Rufen eventuell Du’a genannt werden kann, wie im Vers: Macht nicht das Rufen des Gesandten zwischen euch wie das Rufen von euch untereinander! 24:63. So ist nicht jedes Rufen eine Ibadah. Wäre jedes Rufen eine Ibadah, dann hätte es das Rufen von Lebendigen und Toten einbezogen und so wäre jede Art von Rufen verboten. Die Sache ist jedoch anders. Denn das Rufen, welches Ibadah sein kann, ist das Rufen von Jenen, welchen man die Gottheit und den Verdienst der Anbetung zuschreibt. So flehen sie diesen Angebeteten an und zeigen Demut vor ihm. Was jedoch schon zum Shirk führt ist, dass man Anderen die Gottheit und die Bewirkung (in der Existenz) außer Allah zuschreibt. Was aber das einfache Rufen von Jenen betrifft, von den man weder glaubt sie wären Gottheiten, noch, dass sie etwas bewirken können, so ist es keine Ibadah – auch wenn der Gerufene tot, abwesend oder ein Gegenstand ist. Und all diese Handlungen stehen in vielen Sahih Hadithen und Athar. Ihre Aussage (der Wahhabiten), jedes Rufen von einem Toten, einem Gegenstand oder einem Abwesenden ist eine Du’a, und jede Du’a ist eine Ibadah, ist Falsch in dieser verallgemeinerten Form. Denn wäre es so, wäre nicht nur das Rufen von Toten verboten, sondern auch von Lebendigen, denn beide können nichts bewirken,und kein Muslim glaubt, dass einem Anderen außer Allah die Gottheit gebührt oder dass ein Anderer außer Allah etwas (in der Existenz) bewirken kann.

Die Du’a, welche die Essenz der Ibadah ist, ist die Demut vor dem Gott und die Unterwerfung vor ihm. Und ich werde dir viele Ahadithe und Athar erwähnen, in denen das Rufen und Ansprechen von Toten, Abwesenden und Gegenständen steht, auch wenn ich sie schon zitiert habe, was ja nicht schlimm ist.

Eine davon ist die Überlieferung von Utham Ibn Hunayf radiyya allahu ‘anhu über den Blinden Mann, der sagte: O Muhammed, ich wende mich zu meinem Herrn durch dich hin. Und ich habe schon erwähnt, dass die Sahaba radiyya allahu ‘anhum dasselbe nach dem Tod des Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam gesagt haben und der Hadith von Bilal b. al-Harith radiyya allahu ‘anhu indem steht, dass er zum Grab des Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam gekommen ist und gesagt hat: O Gesandter Allahs, bitte um Regen für deine Umma. In dieser Überlieferung ist das Rufen vom Propheten nach seinem Tod und das Verlangen von ihm, dass er Allah um Regen für seine Umma bittet.

Viele Ahadithe, die vom Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam über das Besuchen der Gräber überliefert wurden, beinhalten das Rufen und Ansprechen von Toten, wie die Aussage des Propheten: Friede sei mit euch, Bewohner der Gräber, Friede sei mit euch, Gläubige Bewohner des Friedhofs und wir werden wahrlich incha’allah zu euch kommen. Dieser Hadith enthält das Rufen und das Ansprechen von Toten, und solche Ahadithe gibt es viele und wir brauchen sie nicht alle zu zitieren. Und wir haben schon erwähnt, dass der Salaf und ihre Nachkommen von den Anhänger der vier Rechtsschulen es für Beliebt erklärten, dass der Besucher des Grabes des Propheten folgendes  spricht: “O Gesandter Allahs, ich bin zu dir gekommen und ich bitte Allah um Vergebung für meine Taten und ich ersuche deine Shafa’a bei Allah.” Und es wurde auch authentisch überliefert, dass Bilal b. Al-Harith radiyya allahu ‘anhu im Jahr von Ramada (ein Hungersnotjahr) ein Schaf geschlachtet hat und nachdem er festgestellt hatte, dass den Schaf wenig Fleisch enthält, hat er gerufen: O mein Muhammed, O mein Muhammed (Wa-Muhammdaah, Wa-Muhammdaah)

Und es wurde auch authentisch überliefert, dass der Slogan der Muslime in der Schlacht gegen Musaylima, der Lügner, O unser Muhammed, O unser Muhammed, war.  Al-Qadi Iyyad hat auch überliefert, dass als das Bein von Abd Allah Ibn Umar  schwer eingeschlafen ist, wurde ihm gesagt: Erwähne die Person, die du am Meisten liebst, dann sagte er O mein Muhammed, dann war sein Bein sofort wieder gesund.

Das Ansprechen und das Rufen kommen auch im Tashahhud vor, welchen der Muslim bei jedem Gebet sagt und welchen der Prophet salla allahu ‘alayhi wa-sallam seinen Gefährten beigebracht hat. Der Tashahhud enthält: Friede sei mit dir, O du Prophet. Und wenn der Prophet an einem Land ankommt, dann sagte er: Dieser Hadith enthält das Ansprechen und Rufen von Gegenständen. O du Land, dein Herr und mein Herr ist Allah.

Die Rechtsgelehrten haben auch bezüglich dem Benehmen während des Reisens folgendes gesagt: Wenn das Reittier eines Reisenden in einem Ort, wo keiner Ihm helfen kann, entflieht, dann soll er sagen: O Diener Allahs stoppt mein Reittier, und wenn er verloren ist oder etwas braucht, dann soll er sagen: O Diener Allahs hilft mir oder Kommt zu meiner Hilfe, denn Allah hat Diener, die wir sie nicht sehen können.

Die Rechtsgelehrten haben ihre Meinung auf, was Ibn Sunniy von Ibn Mass’ud radiyya allahu ‘anhu von dem Gesandten Allahs salla allahu ‘alayhi wa-sallam überliefert hat, aufgebaut und zwar Er salla allahu ‘alayhi wa-sallam sagte: Wenn Das Reittier einer Person in einem leeren Land entflieht, dann soll er sagen O Diener Allahs stoppt mein Reittier, denn Allah hat Diener die (sein Ruf) antworten können. Der Hadith beinhaltet das Rufen und Verlangen von Nutzen, das heißt diese Diener Allahs, die er nicht gesehen hat, machen Tasabbub (eine Ursache der Hilfe Sein), in einem anderen Hadith, den Imam At-Tabarani überliefert hat, sagt der Gesandte Allahs salla allahu ‘alayhi wa-sallam: Wenn einer von euch in einem menschenlosen Land den Weg verloren hat oder etwas braucht, dann soll er sagen: “O Diener Allahs unterstützt mich” und in einer anderen Überlieferung: “O Diener Allahs helft mir.”

Der Großgelehrter Ibn Hadschar Al-Haytami sagt in seinem Randkommentar zu Idah Al-Manasik (Die Erklärung der Pilgerfahrtstationen) : Und dieser Hadith ist schon probiert wie der Überlieferer sagt.

Imam Abu Dawud hat auch überliefert von Abd Allah Ibn Umar radiyya allahu ‘anhuma, dass, wenn der Gesandte Allahs auf Reisen war und die Nacht kam, dann sagte er : “O du Land, dein Herr und mein Herr ist Allah, so suche ich Zuflucht bei Allah vor deinem Unheil und vor dem Unheil in dir und was Allah in dir geschaffen hat und ich suche Zuflucht bei Allah vor Löwen und Schlagen und Skorpionen und vor den Bewohnern dieses Landes und vor einer Gebärenden und was sie geboren hat.”

Die Rechtsgelehrten (Fuqaha) haben in der Ethik des Reisens gesagt, es ist Sunna das man diese Du’a sagt, wenn die Nacht kommt. Und der Hadith enthält das Ansprechen und Rufen von Gegenständen (das Land).

Und Imam Thirmidi hat von Ibn Umar radiyya allahu ‘anhu und Imam Darami von Talha radiyya allahu ‘anhu haben überliefert, dass wenn der Prophet salla allahu ‘alayhi wa-sallam den Halbmond sah, dann sagte er zu ihm: Mein Herr und dein Herr ist Allah. Der Hadith enthält auch das Ansprechen von Gegenständen. Und es ist Sahih überliefert, dass nachdem die Nachricht vom Tod des Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam Sayyiduna Abu Bakr radiyya allahu ‘anhu erreicht hat, er nahm den Tuch vom dem Gesicht des Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam weg und er sagte: Bi-Abi wa-Ummi (1) du riechst so schön sowohl im Tod als auch im Leben, Erwähne uns O Muhammed bei deinem Gott und lass uns in deinen Gedanken sein. in der Version von Imam Ahmad steht: Abu Bakr küsst die Stirn des Propheten und er sagte: O mein Prophet, dann küsste er seine Stirn dreimal und sagte: O mein Freund, und er küsste sie noch dreimal und er sagte O mein Gefährte. Dieser Athar enthält das Ansprechen vom Gesandten Allahs nach seinem Tod.

Und nachdem Umar radiyya allahu ‘anhu durch Abu Bakr radiyya allahu ‘anhu sicher war, dass der Prophet salla allahu ‘alayhi wa-sallam gestorben ist, er hat weinend gesagt: bi-abi anta wa-ummi O Gesandter Allahs, du hattest einen Baumstamm worauf du steigst und deine Rede haltest, aber als sie die Zahl der Zuhörer groß geworden ist, du hast dir einen Minbar genommen, damit dir alle hören können, aber dann hat der Baustamm dich vermisst und du hast dein hand auf ihn gelegt damit er sich beruhigt, Deine Umma hat aber mehr Anspruch dich zu vermissen als dieser Baustamm. Bi-abi anta wa-ummi, dein Rang ist so hoch bei Allah ist, dass er von deiner Gehorsamkeit sein Gehorsamkeit machte, ER sagte: Wer dem Gesandten gehorcht, gehorcht Allah 4:80 bi-abi anta wa-ummi O Gesandter Allah dein Rang ist so hoch bei Allah geworden, dass obwohl du der letzte Gesandte bist, Allah erwähnt dich zuerst ER sagte:  Und (erinnere daran), als WIR von den Propheten ihr Gelöbnis entgegennahmen, von dir und von Nuh, Ibrahim, Musa und ‘Isa Ibnu-Maryam – und WIR nahmen von ihnen ein äußerst verbindliches Gelöbnis entgegen -33:7 bi-abi anta wa-ummi O Gesandter Allahs, deine Stelle ist so hoch bei Allah geworden, dass die Bewohner der Hölle während sie beim Strafen sind, sie werden sich wünschen, dass sie dir gefolgt gehabt hätten und sie werden sagen: Wäre ich nur dem Gesandten gefolgt und mit ihm den rechten Weg gegangen! 25:27 bi-abi anta wa-ummi obwohl dein Leben kurz war, du hattest mehr Nachfolger als Noah hatte, obwohl er lang gelebt hat.

Siehe diese Aussage von Umar radiyya allahu ‘anhu die voll von Rufen zum Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam nach seinem Tod sind. Diesen Athar wurde von vielen Hadithgelehrten überliefert, so erwähnte sie Al-Qadi Iyyad in Ash-Shifa und Al-Ghazali in Al-Ihya und Al-Qastalani in Al-Mawahib und Ibn Al-Hadsch in Al-Madkhal.

Dadurch wird die Behauptung der Verbietenden, welche sagt, jedes Rufen ist ein Du’a und jede Du’a wäre eine Ibadah, widerlegt.

Imam Al Bukhari überliefert von Anas radiyya allahu ‘anhu dass als der Prophet salla allahu ‘alayhi wa-sallam starb, sagte Sayyidatuna Fatima radiyya allahu ‘anha : O mein Vater, du der gehorsam zu deinem Herr warst, O Mein Vater, welcher das Paradies sein Wohnstatt ist…

Und in Al Mawahib von Imam Al-Qastalani steht, dass Safiyya die Tante des Propheten salla allahu ‘alayhi wa-sallam ein Trauergedicht über ihn geschrieben hat. Ein Vers lautet:

Du warst unsere Hoffnung O Allahs Gesandter

Und du warst nett zu uns und kein Herzloser

In diesem Vers steht auch das Rufen nach seinem Tod salla allahu ‘alayhi wa-sallam und keiner von den Sahaba hat sie dafür kritisiert, obwohl sie das gehört und erlebt haben.

Das Ansprechen von Toten kommt auch im Beibringen der Shahada zum Toten, und die Fuqaha basieren sich auf eine Überlieferung in Tabarani die durch andere Überlieferung gestärkt wird. Das Beibringen (Die Erinnerung) der Shahada gescheht wie folgend: Wenn man den Toten begrabt, dann sagt man zu ihm: O Diener Allahs, Sohn der Dienerin Allahs, erwähne dein Pakt, was du im Diesseits hast und zwar, dass es kein Gott außer Allah gibt, welcher kein Teilhaber hat und dass Muhammed sein Gesandter ist und dass das Paradies Wahr ist und die letzte Stunde ohne Zweifel kommen wird, und die Auferstehung war ist, Sag ich akzeptiere Allah als Herr und der Islam als Religion und Muhammed salla allahu ‘alayhi wa-sallam  als Prophet und die Kaaba als Qibla und die Muslime als meine Brüder. Mein Herr ist derjenige der kein Gott außer ihm gibt, er ist der Herr des gewaltigen Throns. In dieser Erinnerung vom Toten (die Fuqaha nennen diesen Akt Talqin) das Rufen und das Ansprechen der Toten.

Dann gibt der Hadith über die Kuffar, die an der Schlacht von Badr getötet wurde, welchen Bukhari und Muslim und die vier anderen Hadithgelehrten überliefert haben. Sie erwähnte in diesem Hadith, dass der Prophet die Toten von den Kuffar mit ihren Namen und Namen ihren Vätern gerufen hat und gesagt hat: Wünscht ihr jetzt, dass ihr Allah und seinem Gesandten gehorcht. Wir haben was unser Herr uns versprochen hat wahr gefunden, so habt ihr auch was euer Herr euch versprochen hat wahr gefunden?

Was aber über die Großgelehrten und Gelehrten und Awliya überliefert wurde, und auf die Erlaubnis von dem Rufen und Ansprechen hinweist, so es ist soviel, dass man sein Leben beim erzählen verbringen kann. Und Jahrhunderte und Epochen sind vergangen und keiner hat sowas verleugnet, wie kann man den Bloss die Muslime als Kuffar erklären, wegen einer Tat, die ihre klare Beweise hat. In dem Sahih Hadith steht: Wer zu seinem Bruder sagt: O du Kaffr, so einer ist von den beiden sicher Kafir, denn wer der andere nicht Kafir ist, dann kommt sie auf den Sagende zurück. Und die Gelehrten sagen, es ist lieber eintausend Kafir nicht töten als einen Muslim zu töten. So muss man sehr aufpassen und keiner von den Leuten der Qibla mit Kufr beschuldigen außer durch einen klaren einbildungslosen Beweis.

wa-ilallahi-l-Muschtaka