Raabi’a al-’adawiyya gest. 135 n.H. – 752 n.Chr.
Imam as-Sullami (gest. 416 n.H.) sagte in seinem Buch: Dhikru an-Niswati al-muta‛abbidāt aś-śūfiyyā (Biographien der Sufi Frauen):
Sie war aus Basra und sie stand unter dem Schutz von Āl-‛atīk. Sufyān ath-Thawrī, möge Allah mit ihm Barmherzig sein, fragte sie nach religiösen Angelegenheiten nach und verließ sich auf sie. Er erweckte das Verlangen nach ihren Lehren und Bittgebeten.
Die Lehren von Rābi‛a wurden von ath-Thawrī sowie Ibn Schu‛ba überliefert.
Muhammed b. ‛Abd Allah b. Akhī Mīmī berichtete uns selber: Ahmad b. Ishāq b. Wahb sagte uns: mein Vater sagte mir: ‛Abd Allah b. Ayyūb al-Muqri’ sagte: Schaybān b. Farūkh erzählte uns: Ģa‛far b. Sulaymān erzählte uns:
Sufyān ath-Thawrī nahm meine Hand und sagte, bring mich zu der Lehrerin, welche, wenn ich mich von ihr entferne, ich zu keiner Ruhe komme. Als wir bei ihr reinkamen, hob Sufyān seine Hände und sagte: O Allah! Ich bitte dich um Sicherheit. So fing Rābi‛a zu weinen. Er frage sie, was bringt dich denn zum Weinen? Sie erwiderte, du hast mich zum Weinen gebracht. Er sagte wieso denn? Sie antwortete: Wusstest du nicht, dass die Sicherheit vor der Dunyā bedeutet, dass man das verlässt, was sie enthält, aber wie kann denn das geschehen und du bist beschmutzt von ihr.
Abū Ģa‛far Muhammad b. Ahmad b. Sa‛īd ar-Rāzi berichtete uns: al-‛Abbās b. Hamza erzählte uns: Ahmad b. Abī al-Hawārī erzählte uns: al-‛Abbās b. al-Walīd al-Mašriqī erzählte uns: Šaybān al-Ubuliyy erzählte uns:
Ich hörte Rābi‛a sagen: Jede Sache hat ihre Frucht, und die Frucht der Erkenntnis ist die Hinwendung.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Ich hörte Rābi‛a sagen: Ich bitte Allah um Vergebung, wegen meiner mangelhaften Ehrlichkeit bei der Bitte um Vergebung.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Sie wurde gefragt, wie ihre Liebe zum Propheten r ist. Sie sagte: Wahrlich ich liebe ihn, aber die Liebe zum Schöpfer lenkt mich von der Liebe zu den Geschöpfen ab.
Er sagte auch: Rābi‛a sah einmal Riyāỏ beim Küssen eines kleinen Kindes, dann fragte sie ihn: Liebst du das kleine Kind? Er bejahte es, dann erwiderte sie: Ich dachte nicht, dass Platz in deinem Herzen für die Liebe zu Anderen außer Allah gäbe. So fiel Riyāỏ in Ohnmacht. Als er aufwachte sagte er: Vielmehr ist es eine Barmherzigkeit, welche Allah in die Herzen seiner Diener gelegt hat.
Ich hörte Abā Bakr ar-Rāzī sagen: ich hörte Abā Salama al-Baladiyy sagen: Maymūn b. al-Aśbaģ erzählte uns:
Einmal kam Muhammed b. Wāsi‛ zu Rābi‛a rein und sie tänzelte. Er fragte sie: Weswegen tänzelst du? Sie antwortete: Gestern Nacht berauschte ich mich mit der Liebe zu Allah so dass ich betrunken aufwachte.
Ich hörte Muhammed b. ‛Abd Allah b. Akhī Mīmī in Bagdad bei Qatī‛atu ad-Daqīq sagen: Ahmad b. Isỏāq b. Wahb al-Bazzār berichtete uns: ‛Abd Allah b. Ayyūb al-Muqri’ erzählte uns: Šaybān b. Farrūkh erzählte uns: Ģa‛far b. Sulaymā erzählte uns:
Ich hörte Rābi‛a al-‛Adawiyya sagen, als Sufyān ath-Thawrī sie fragte: Welche ist die Tat, durch die man am Nächsten zu Allah U sich nähren kann. Sie fing zu weinen dann antwortete sie erstaunend: Leute wie ich fragt man über sowas? Die Tat, welche den Diener am nächsten zu Allah I nahbringt, ist wenn Allah weiß, dass nichts seinem Diener im Diesseits und Jenseits lieber als ER ist.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Sufyān ath-Thawri sagte in der Anwesenheit von Rābi‛a: O mein Trauer! Sie entgegnete ihm: Lüge nicht! Sag: O meine Mangelnde Trauer! Denn wärst du traurig gewesen, dann würdest du nicht leben können.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Rābi‛a sagte: Ich bin nicht traurig, weil ich tatsächlich Traurig wäre, sondern ich bin traurig, weil ich nicht traurig geworden bin.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Einmal kam Rābi‛a bei einem Mann, welchen man wegen einem Verbrechen gekreuzigt hat, vorbei. Sie sagte: Ich würde meinen Vater opfern für diese Zunge, die Lā Ilaha Illa Allah sagte. Sufān ath-Thawri sagte diesbezüglich: Sie hat seine gute Taten erwähnt.
Und mit derselben Überlieferungskette:
Einmal sagte Sālih al-Muriyyi in ihrer Anwesenheit: Wer ständig die Tür klopft wird ihm geöffnet. Sie sagte darauf: Die Tür ist bereit offen, das Problem ist nur, wer will sie wirklich betreten.
Wa-ila-allahi al-Mushtaka
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